Logo Rad-Mallorca.de

Rad-Reportagen Mallorca

Geheimes Inselwissen: Mallorcas wirkliche Schönheit entdecken

17.09.2018

Mallorca, das ist nicht nur der partytrunkene Ballermann und die Heimat zahlreicher Prominenter: Die größte Insel der Balearen hat noch viel mehr zu bieten als Strandurlaub und Partymeilen.

Einsame Buchten im Nordosten Mallorcas entdecken: Wanderung zur Cala Bóquer

Mit etwas Abenteuerlust und dem Bedürfnis, nur wenigen Touristen zu begegnen, lässt sich ein vier-fünf Kilometer langer, teilweise von Palmen gesäumter, Wanderweg zur Cala Bóquer im Nordosten der Insel begehen. Umgeben von den rauen Felsen des Tramuntana-Gebirges verläuft ein etwas unwegsamer Wanderweg, auf dem der Wanderer auch Wildziegen und unzähligen Vogelarten begegnet. Nach vier Kilometern wird man mit dem feinen Kiesstrand der Cala Bóquer und türkisblauem Meer belohnt.

Vom Norden in den Westen: Bunyola und die Jardins d'Alfàbia

Kulturinteressierte können auf den Spuren der Mauren wandeln: Der kleine Ort Bunyola im Nordwesten besteht eigentlich nur aus zwei Straßen, von denen eine die Landstraße zwischen Palma und Sóller ist. Hier befindet sich ein Gebäude, an das die Jardins d'Alfàbia anschließen. Von der Bibliothek aus treten die Besucher begleitet von Klaviermusik in den Garten, der sich im Besitz der Zafortezas befindet. Hier lässt sich Gartenbaukunst arabischen Ursprungs entdecken: Mosaik aus Natursteinpflaster, violette Blütentrauben des Chinesischen Blauregens, hellgelbe Klivien, ein Zitrusgarten, Eukalyptusbäume, Bambushaine, Palmengärten ... dieser Augenschmaus für jeden Liebhaber besonderer Gärten.

Marrytxi: Handwerksmesse und Pfeifenfiguren

Marratxi ist eine kleine Gemeinde im Nordosten Palmas. Die ca. 36 300 Einwohner zählende Stadt ist bekannt für ihre Keramik. Hier findet im März die alljährliche Töpfermesse Fira del Fang statt, eine der bekanntesten Handwerksmessen Mallorcas. Auf der Messe erwirbt man Souvenirs, die kein billiger Kitsch oder Nachahmung sind: Die weißen Pfeifenmänner und -frauen, die Siurells de Fang, aus Ton sind rot-grün verziert und entstammen mykenischer Kultur. Sie sollen böse Geister vertreiben. Während der Messe fährt ein Minizug zwischen dem Museu del Fang und der Fira.

Reiten zum Playa es Trenc

Auf der Finca Libertad können Reitpferde ausgeliehen werden. Es gibt auch organisierte Touren über die Felder in Richtung Vogel-Naturschutzgebiet zum Playa es Trenc. Auf dem Weg sieht man oft die dort ganzjährig lebenden Flamingos. Der Strand gilt als der schönste Mallorcas. Apropos Playa es Trenc: Im Hörbuch „Mallorcas letzte Geheimnisse“ verrät Ihnen der Journalist Jürgen Mayer, wer dort jeden Tag 200 Kilo Sand stiehlt ...

Das magische Auge in der Kathedrale von Palma

Die Kirchenfenster der Kathedrale La Seu: Dieses im Durchmesser 11 Quadratmeter große Rundfenster aus dem 14. Jahrhundert, direkt über dem Altar, sollte jeder Mallorca-Urlauber einmal betrachtet haben. 1200 farbige Glasteilchen sind in dem größten gotischen Rundfenster der Welt verbaut. Einmalige Lichtreflexe lässt die Sonne erstrahlen, die morgens durch das rosettenförmige Fenster scheint. An zwei Tagen im Jahr wird die Kathedrale des Lichts zu einem mystischen Ort: Wenn die Sonnenstrahlen des großen Rundfenster auf die Rosette auf der gegenüberliegenden Seite der Kirche treffen, entsteht das magische Auge in Form einer Acht.