Geographische Koordinaten
Mit geographischer Breite und geographischer Länge lässt sich die Lage eines Punktes auf der Erde exakt beschreiben. Die Koordinaten vom Schloss in Karlsruhe sehen beispielsweise so aus:
49° 0' 50.4" N (nördlicher Breitengrad, lat)
8° 24' 15.48" O (östlicher Längengrad, lon)
Die Schreibweise (Positionsformat) erfolgt hier in Grad° Bogenminuten' Bogensekunden".
Die Erde wird nämlich in 360 Längengrade und 180 Breitengrade aufgeteilt. Der Äquator (0°) bildet dabei die natürliche Grenze zwischen nördlichen und südlichen Breitengraden.
Der Nordpol liegt bei 90° N, der Südpol bei 90° S. Zusätzlich wurde der senkrecht zum Äquator stehende Nullmeridian eingeführt, der die Erde in westliche und östliche Längengrade teilt. Er ist ein Halbkreis der vom Nord- zum Südpol verläuft und dabei u.a. England (London Greenwich), Frankreich, Spanien und Algerien durchquert.
0° 0' 0.00", 0° 0' 0.00" - Schnittpunkt Äquator, Nullmeridian
Bei GPS-Dateien oder bei Google Maps werden Bogenminuten' oder Bogensekunden" oft ins dezimale System umgerechnet und mit Negativwerten für S und W versehen. So lauten die Koordinaten für Karlsruhe 49.014° 8.4043° und für Rio de Janeiro -22.908333° -43.196389°. Bei der Eingabe von Koordinaten direkt ins GPS-Gerät ist es wichtig zu wissen, welches Positionsformat vorliegt bzw. welches im Gerät eingestellt ist.
Für den Einsatz zusammen mit gedrucktem Kartenmaterial eignet sich das geographische Gitter weniger, da durch die unterschiedlichen Abstände der Längengrade (nehmen zu den Polen hin ab) ein nicht-rechtwinkliges Gitter entsteht, welches das Ablesen/Eintragen von Koordinaten erschwert.
Anders ist dies bei geodätischen Gittern wie dem UTM-Gitter. Hier stehen alle Gitternetzlinien rechtwinklig aufeinander.


